Radio Heilstrom

Heilung beginnt im Inneren

Episode 13 - Kontrolle loslassen

Wie Hingabe Stress reduziert und Frieden bringt

08.04.2026 25 min

Zusammenfassung & Show Notes

Episode 13 – Kontrolle loslassen
Wie Hingabe Stress reduziert und inneren Frieden wachsen lässt
In dieser Episode von Radio Heilstrom geht es um eine Erfahrung, die viele Menschen aus schwierigen Lebensphasen kennen:
Man sucht nach Antworten, bittet um Orientierung – und erlebt stattdessen nur Stille.
Doch was bedeutet diese Stille wirklich?
Die Episode lädt dazu ein, eine neue Perspektive einzunehmen:
 Das scheinbare Schweigen des Lebens oder Gottes ist nicht unbedingt ein Zeichen von Verlassenheit. Es kann vielmehr eine Phase innerer Reifung sein, in der Vertrauen und innere Stärke wachsen.
Anhand spiritueller Texte, psychologischer Einsichten und praktischer Übungen wird gezeigt, dass gerade Zeiten ohne klare Antworten oft wichtige Entwicklungsphasen sind. In solchen Momenten kann sich zeigen, ob Vertrauen nur von positiven Gefühlen abhängig ist – oder ob es auch dann bestehen bleibt, wenn Orientierung und Bestätigung fehlen.
Die Folge erklärt außerdem, warum unser moderner Lebensstil mit ständigem Druck, Eile und Kontrolle häufig genau das verhindert, was wir eigentlich suchen: innere Ruhe. Während unser Verstand schnelle Lösungen erzwingen möchte, folgt Wachstum oft einem ruhigeren und langsameren Rhythmus.
Ein zentrales Thema der Episode ist die Frage, welche Bedeutung die Stille im Leben haben kann. Dabei werden drei mögliche Formen des „Schweigens“ beschrieben:
  • Das Schweigen der Prüfung, in dem Vertrauen und innere Stabilität wachsen.
  • Das Schweigen der Vorbereitung, wenn im Hintergrund neue Entwicklungen entstehen.
  • Das Schweigen der Korrektur, das uns sanft auf einen anderen Lebensweg hinweisen kann.
Die Episode zeigt außerdem praktische Wege, wie man in solchen Zeiten mit Unsicherheit umgehen kann – etwa durch bewusstes Loslassen von Widerstand, kurze Momente der Stille und kleine Handlungen, die nicht von Gefühlen oder Motivation abhängig sind.
Am Ende bleibt eine wichtige Erkenntnis:
 Wahrer innerer Frieden entsteht nicht dadurch, dass wir jede Situation kontrollieren. Er wächst, wenn wir lernen, auch in Zeiten der Unsicherheit zu vertrauen und den nächsten Schritt zu gehen.
Vielleicht ist die Stille, die wir manchmal für Leere halten, in Wirklichkeit ein Raum, in dem etwas Neues entstehen darf.

Episode 13 – Kontrolle loslassen
Wie Hingabe Stress reduziert und inneren Frieden wachsen lässt
Worum es in dieser Episode geht
Manchmal suchen wir nach Antworten, nach Orientierung oder nach einem Zeichen – und erleben stattdessen nur Stille.
Diese Episode lädt dazu ein, diese Erfahrung aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Denn das scheinbare Schweigen des Lebens ist nicht unbedingt ein Zeichen von Verlassenheit. Oft ist es eine Phase innerer Reifung, in der Vertrauen, Geduld und innere Stärke wachsen können.
Die Folge zeigt, warum der Wunsch nach Kontrolle und schnellen Lösungen häufig genau den Stress erzeugt, den wir eigentlich vermeiden wollen. Wirkliche Gelassenheit entsteht oft erst dann, wenn wir lernen, Loslassen, Vertrauen und Geduld zu entwickeln.
Zentrale Gedanken der Episode
Stille ist nicht immer Abwesenheit
Manchmal entsteht Entwicklung gerade in den Momenten, in denen keine unmittelbaren Antworten sichtbar sind.
Vertrauen wächst besonders in schwierigen Zeiten
Solange alles gut läuft, wirkt Vertrauen selbstverständlich. Erst in Phasen der Unsicherheit zeigt sich, wie tief es wirklich reicht.
Wachstum geschieht oft im Verborgenen
Wie beim Muskelaufbau im Schlaf oder beim Umbau einer Bühne hinter dem Vorhang entstehen wichtige Veränderungen oft außerhalb unserer direkten Wahrnehmung.
Der Rhythmus des Lebens ist nicht hastig
Innere Entwicklung folgt selten dem Tempo unserer modernen Leistungsgesellschaft. Eile erzeugt Druck, während Ruhe Raum für Klarheit schafft.
Kontrolle loszulassen kann befreiend sein
Wenn wir aufhören, jede Situation erzwingen zu wollen, entsteht oft ein neuer Zugang zu Vertrauen und innerem Frieden.
Drei mögliche Bedeutungen der Stille
Die Episode beschreibt drei unterschiedliche Formen, die Zeiten der Stille im Leben annehmen können:
Das Schweigen der Prüfung
Eine Phase, in der Vertrauen, Geduld und innere Stabilität wachsen.
Das Schweigen der Vorbereitung
Manchmal entstehen im Hintergrund neue Entwicklungen, die erst später sichtbar werden.
Das Schweigen der Korrektur
Stille kann auch ein Hinweis sein, den eigenen Weg zu überprüfen und neue Richtungen zu entdecken.
Praktische Impulse für den Alltag
Die Episode stellt einfache Übungen vor, die helfen können, mit Zeiten der Unsicherheit bewusster umzugehen:
Widerstand loslassen
Manchmal entsteht innerer Frieden erst dann, wenn wir aufhören, ein bestimmtes Gefühl erzwingen zu wollen.
Momente der Stille zulassen
Schon kurze Pausen ohne Ablenkung können helfen, den eigenen inneren Zustand klarer wahrzunehmen.
Handeln ohne auf Gefühle zu warten
Manche Schritte lassen sich auch dann gehen, wenn Motivation oder innere Bestätigung gerade fehlen.
Impuls zum Mitnehmen
Vielleicht ist die Stille im Leben nicht leer.
 Vielleicht ist sie ein Raum, in dem Vertrauen wachsen kann.
Wenn wir lernen, Kontrolle loszulassen und den nächsten kleinen Schritt zu gehen, kann aus Unsicherheit langsam Gelassenheit und innerer Frieden entstehen.
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Denn:
Heilung beginnt innen – und wirkt nach außen.

Transkript

Willkommen bei Radio Heilstrom, ein Raum für innere Ruhe, für Klarheit und für neue Ordnung in deinem Inneren. Hier verbinden sich Körper, Seele und Geist, hier darf Heilung wachsen, durch Erkenntnis, durch Liebe, durch bewusste Ausrichtung, nimm dir diesen Moment, atme ein und wieder aus. Und nun beginnt unsere heutige Episode, denn Heilung beginnt innen und wirkt nach außen. Herzlich willkommen zu dieser neuen Tiefenanalyse, schön, dass du heute wieder dabei bist. Wir haben uns für heute eine Mission vorgenommen, die es wirklich in sich hat. Das kann man so sagen. Stell dir mal folgende Situation vor, ja, du breites dich auf eine extrem wichtige Entscheidung vor. Du suchst verzweifelt nach Antworten in eine ziemlich lauten chaotischen Welt, oder du steckst in einer echten persönlichen Krise und du fragst nach oben ins Universum, ans Leben und was zurückkommt, ist absolut nichts. Gar nichts. Einfach nur drünende Stille. Genau da setzen wir heute an. Wir nehmen heute einen echten Schorthkat, um etwas zu ergründen, dass wir im Alltag alle dringend brauchen, aber selten wirklich beherrschen, nämlich echte, unerschütterliche, spirituelle und psychologische Resilienz. Ein sehr großes Wort, ja. Definitiv. Konkret schauen wir uns, dass Manus Kripp der dreizehnten Ausgabe von Radio-Heilstrom an. Der Titel lautet, wenn Gott schweigt, vertrauen in Zeiten der Prüfung. Und ich kann dir sagen, die Materialien, die wir hier vorliegen haben, die sind extrem vielschichtig. Wir haben hier eine richtig faszinierende Mischung. Da sind Auszüge von tiefgründigen, mystischen Texten, dann wieder klassische Bibel stellen und dann aber auch sehr handfeste, psychologisch fundierte Meditationsanleitungen. Also lasst uns das mal entpacken. Die zentrale Tese, die uns in diesem Text geradezu anspringt, ist so simpel wie provokant. Das scheinbare Schweigen Gottes. Also diese absolute Stille auf unsere dringendsten Lebensfragen ist laut diesen Aufzeichnungen kein Verlassen werden. Es ist eine Einladung zum ultimativen Wachstum. Ja, also was hier wirklich faszinierend ist, ist dieser radikale Paradigmenwechsel, den die Unterlagen davor schlagen. Denk mal darüber nach, wie wir alle normalerweise gepults sind. Wir interpretieren Stille in unserem Leben fast immer als einen fatalen Fehler im System. Oh ja, sofort. Wenn wir auf eine Textnachricht keine Antwort bekommen, auf eine Bewerbung nicht zören, oder eben im spirituellen Sinne keine innere Bestätigung spüren, rattert unser Gehirn sofort los. Genau, die Fehleranalyse geht los. Richtig. Ich habe etwas falsch gemacht, ich wurde übersehen, oder im schlimmsten Fall, ich wurde komplett aussortiert und allein gelassen. Diese Texte drehen diesen Reflex jedoch völlig um. Sie definieren diese Schweigen eben nicht als einen leeren bedrohlichen Raum, den wir panisch so schnell wie möglich mit irgendeinem Lärm füllen müssen. Was wir erständig tun? Genau das tun wir. Stattdessen, und das ist der Kern, wird diese Phase als eine hochaktive Zeit der inneren Reifung beschrieben. Es ist der exakte Moment, in dem der Glaube oder unser fundamentales Urvertrauen in das Leben überhaupt erst die Chance bekommt, echte tragfähige Wurzeln zu schlagen. Wow. Und zwar aus einem ganz simplen Grund. In diesem Moment ist kein warmes Bestätigendes Gefühl, da das diesen Glauben trägt. Weißt du, wenn wir nur dann vertrauen, wenn alles reibungslos läuft, der Konto stand, stimmt und wir uns fantastisch fühlen? Dann ist das eigentlich gar kein Vertrauen, oder? Exakt. Das ist einfach nur eine biologische Reaktion auf positive Reize. Die eigentliche Substanz unseres Charaktas, so das Kernargument hier, wird in der absoluten Stille geschmiedet. Das ist ein richtig starkes Bild. Und das bringt uns direkt zu einem Punkt aus den Quellen, der mich extrem beschäftigt hat bei der Vorbereitung. Es geht um diese Idee, dass die Dunkelheit der eigentliche Weg ist. Und eben nicht der Beweis, dass man sich irgendwie verlaufen hat. Der Text bringt hier ein Zitat von Bertha Dudde, kurz zur Einordnung für dich, wenn dir der Name jetzt nix sagt. Sie war eine Mystikerin Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie hat sogenannte "Kundgaben" aufgeschrieben. Also Texte, von denen sie völlig überzeugt war, dass es direkte Inrediktate von oben sind. Aus einer dieser "Kundgaben", der Nummer 7, 3, 9, 3, 9, stammt dieser Satz. Ich lese das mal kurz vor. Wenn ich euch prüfe durch mein Schweigen, so soll euer Vertrauen wachsen. Nicht immer kann ich euch mit Worten führen. Manchmal muss die Seele reifen im Glauben. Ein sehr mächtiges Zitat. Schon, ja. Aber ganz ehrlich, lass mich immer kurz den skeptischen Anwalt des Teufels spielen. Gerne. Wenn ich jetzt in einer massiven Krise stecke, mich total disconnected fühle. Und einfach absolut nicht mehr weiter weiß. Sagt mir dieser Text dann ernsthaft, dass das ein guter Zustand ist? Ich verstehe worauf du hinauswürzt. Besteht dann nicht die Risike gefahr, dass man einfach passiv in einer schlechten Situation sitzen bleibt, anstatt aktiv zu versuchen, das Problem zu lösen? Das ist eine absolut berechtigte Skepsis. Und genau hier müssen wir präzisehinschauen. Berterdude benutzt in diesem Text das sehr starke Bild der dunklen Städten oder dunklen Pfade, die der Erdenpilger durchwandern muss. Mhm. Wenn wir das genau analysieren, fordert das keineswegs zu passiver Resignation auf. Die Unterscheidung liegt hier im Motiv des Handeln. Wenn unser Verstand registriert, dass es dunkel wird. Sei es durch Zweifel, eine Lebenskrise. Was auch immer. Dann gehen bei uns die Alarmglocken an. Richtig. Der Verstand bewertet das sofort als in Ditz, Achtung, falscher Weg, sofort umdrehen. Die Quelle sagt jedoch expliziert. Nur weil du durch eine Dunkelheit gehst, beweist das nicht, dass dein Weg falsch ist. Okay. Jeder Mensch muss durch diese Phasen. Das entscheidende Kriterium für die Richtigkeit deines Weges ist nicht die äußere Helligkeit oder dein emotionales Hochgefühl, sondern dein innerer Wille. Der Wille. So lange dein Wille darauf ausgerichtet ist, das Richtige zu tun, konstruktiv zu bleiben oder eben Gott zu dienen, dann wirst du geführt. Auch wenn du den Führer gerade nicht siehst. Es geht also nicht darum nichts zu tun, sondern mutig weiterzugehen, ohne dass dir jemand permanent applaudiert. Okay, das leuchtet ein. Man geht weiter, aber das Navigationssystem hat sozusagen den Bildschirm ausgeschaltet und man muss blind dem letzten Befehl vertrauen. Sehr guter Vergleich, ja. Das ist ein unglaubliches Paradoxon und das wird in den Unterlagen noch durch ein weiteres extrem prägnantes Zitat verstärkt, diesmal von Bruno Gröning. Er formulierte so. Vertraue auch, wenn du nicht siehst. Glaube auch, wenn du nichts fühlst. Für mich ist das der absolute Kern dieses Paradoxons des Fühlen. In unser heutigen Zeit definieren wir unsere Realität doch fast zu 100 Prozent darüber, was wir spüren. Ja, leider. Wenn ich keinen inneren Frieden fühle, dann bin ich nicht im Frieden. Wenn ich keine Motivation fühle, dann bewege ich mich nicht. Hier wird das Handeln und das Vertrauen aber komplett von unseren flüchtigen Emotionen entkoppelt. Wenn wir das mal mit dem großen Ganzen verbinden, sehen wir hier eine tiefe Wahrheit, die sowohl in der Psychologie als auch in der spirituellen Tradition fest verankert ist. Wie meinst du das genau? Lasst uns das mal ganz greifbar machen. Denk ein körperliches Training, zum Beispiel an Muskelaufbau. Okay. Du baust den Muskel nicht in dem Moment auf, indem du das schwere Gewicht im Fitnessstudio hebst. In dem Moment zerstörst du eigentlich nur Muskelfasern. Der tatsächliche Aufbau, das echte Wachstum, passiert nachts, im Dunkeln. Ah. Während du schläfst und absolut nichts davon fühlst oder mitbekommst. Der Text argumentiert das spirituelle und psychologische Resilienz exakt nach demselben Prinzip funktioniert. Heilung geschieht manchmal gerade nicht durch klarende Worte oder emotionale Heureka-Momente. Wahnsinn! Die Vorlage formuliert das Wunterschön, der göttliche Strom fließt auch durch die Nacht des Glaubens. Wir verwechseln unsere emotionale Taupheit oft einfach mit einem Stillstand unserer Entwicklung. Aber unter der Oberfläche, in dieser metaphorischen Nacht, arbeitet das System ununterbrochen weiter. Das ist eine brillante Analogie mit dem Muskelaufbau. Und das bringt uns ganz organisch zu einem weiteren großen Themenblock, der in den Manuskripten als Tag 6 gekennzeichnet ist. Da geht es um den gigantischen Klesch zwischen dem sogenannten göttlichen Rhythmus und unserer ständigen menschlichen Hass. Ein riesiges Thema. Absolut. Wenn wir in dieser Dunkelheit stecken, was ist unser erster Impuls? Wir wollen da raus. Und zwar sofort. Wir rennen Panischer rum und tasten haste ich nach dem Lichtschalter. Wir hassen es zu warten. Wir flippen ja schon aus, wenn das WLAN mal für 10 Sekunden ausfällt, oder? Und dann wirft uns dieser Text perspektiven entgegen, die uns zwingen, eine absolute Vollbremsung hinzulegen. Zuerst, der Klassiker aus Prediger 3/1, alles hat seine Zeit und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Ein sehr bekannte Fers. Ja. Und dann kommt ein Satz von Thomas von Kämpfen. Ein Mönch aus dem 15. Jahrhundert, der sich extrem tiefgehend mit der inneren Haltung beschäftigt hat. Er schreibt, eile, verdirbt die Seele. Wer im Frieden geht, kommt mit Gott ans Ziel. Eile, verdirbt die Seele. Stell dir das mal vor. Ein krasser Satz. Was würde der wohl heute zu unserer ständigen Hasselkalscher sagen? Er wäre vermutlich entsetzt. Es ist in der Tat eine radikale Gegenposition zu unserem gesamten modernen Lebensgefühl. Die Unterlagen vertiefen dieses Konzept noch weiter, indem sie Persönlichkeiten wie Luisa, Picaretta und Derek Prince heranziehen. Mhm. Picaretta? Genau. Eine Mühstigerin des frühen 20. Jahrhunderts. Sie hat viel über das Leben im sogenannten göttlichen Willen geschrieben. Und sie betont, dass im göttlichen Willen jede Handlung im völligen Einklang mit der Ewigkeit steht. Okay. Überleg mal, was das bedeutet. Ewigkeit kennt keinen Zeitdruck. Es geschieht ohne Hass, ohne Zwang. Und Derek Prince bringt das dann analytisch auf den Punkt. Er sagt, der Geist Gottes führt nie hastig. Wer von ihm geführt wird, geht im Takt des Friedens. Ja. Wenn wir das auf unsere Neurobiologie übertragen, wird es richtig spannend. Hast eile. Diese ständige Gefühl hinterherzuhinken, das sind fast immer Reaktionen, die von unserer Amygdala. Unsere Angstzentrum im Gehirn gesteuert werden. Wir sind also eigentlich permanent auf der Flucht? Genau. Wir beeilen uns, weil wir unterschwellig Angst haben, etwas zu verpassen. Zu scheitern oder eben für immer in dieser Dunkelheit stecken zu bleiben. Der göttliche Takt, den die Texte beschreiben, ist die absolute Antithese zu dieser biologischen Angstreaktion. Ware Transformation passiert genau dann, wenn man aufhört zu strampeln. Man fängt an, in diesem langsamen Tag zu atmen, in den Bewusstsein geführt zu werden, auch wenn der Weg gerade unsichtbar ist. Hier wird es wirklich interessant. Denn dieses Konzept, das eile schlecht ist und stille gut, das klingt in der Theorie super beruhigend. Aber ganz praktisch. Ja, in der Praxis sieht das oft anders aus. Eben. Wenn mein Kopf rast und ich dringend eine Antwort brauche, hilft mir ein theoretisches Konstrukt herzlich wenig. Und genau da glänzt unsere Quelle heute. Sie strukturiert dieses scheinbare Chaos auf einer Art, die total greifbar ist. Absolut. Basierend auf Jesaia 45, wo von einem Gott die Rede ist, der sich verbirgt, schlüsselt der Text das göttliche Schweigen richtig gehend auf. Zuerst wird noch einmal ganz dick unterstrichen, was das Schweigen eben nicht bedeutet. Es heißt nicht, dass du bestraft wirst, es heißt nicht, dass das Universum dich vergessen hat. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ja. Stattdessen teilt es Manuskripp diese Stille in drei ganz konkrete, sehr unterschiedliche Formen ein. Lasst uns diese drei Formen mal genau durchleuchten. Was hat es mit der ersten Form auf sich? Die erste Form wird in den Aufzeichnungen als das Schweigen der Prüfung bezeichnet. Und hier geht es primär um die Reifung der Persönlichkeit. Der Text zitiert an dieser Stelle einen der wohl bekanntesten Mystiker überhaupt, Johannes Formkreuz. Aus dem 16. Jahrhundert, richtig? Er prägt den Begriff der dunklen Nacht der Seele. In dieser Phase klärt und reinigt Gott die Seele, indem er ja alle tröstlichen Gefühle entzieht. Also ein kalter Entzug der Gefühle? So zu sagen, es ist eine absolute Forderung nach einem Vertrauen, das vollkommen unabhängig von jeglichen positiven Bestätigungen agiert. Stell dir vor, du baust ein Haus. So lange der Himmel blau ist und die Sonne scheint, hast du keine Ahnung, wie stabil dann Fundament wirklich ist. Stimmt. Diese Form des Schweigens ist der Sturm, der Stresstest. Das schöne Wetter der emotionalen Bestätigung wird entzogen, um knallhart offen zu legen, worauf dein Glaube und deine Überzeugungen eigentlich gebaut sind. Wow. Ein Stresstest für das innere Fundament. Das sitzt. Und dann geht es nadlos über zur zweiten Form. Das Schweigen der Vorbereitung. Das finde ich persönlich extrem tröstlich. Die Idee hierbei ist, dass die Antwort von oben vielleicht genau deshalb ausbleibt, weil im Hintergrund gerade etwas so massives Vorbereitet wird, dass man mit seinen aktuellen Kapazitäten einfach noch gar nicht erfassen könnte. Ein sehr schöner Gedanke. Das wird gestürzt durch ein weiteres Zitat von Louisa Picaretta, wenn Gott schweigt, baut er im Verborgenen. Ich musste da sofort an einen Theater besucht denken. Okay, erzähl. Stell dir vor, du sitzt im Publikum, der erste Akt ist vorbei, der Vorhang fällt und es wird stockdunkel und still im Saal. Du startst auf diesen dicken Samtvorhang und denkst, es passiert nichts. Du wirst vielleicht sogar ungeduldig. Ja, man wartet darauf, dass es weitergeht. Genau, aber was du nicht siehst. Hinter diesem Vorhang rennen in diesem Moment dutzende Bühnenbildner herum, wuchten tonnenschwere Kulissen umher und bereiten die Bühne für den nächsten, viel größeren Akt vor. Wenn du in dieser Phase bist, musst du einfach sitzen bleiben und warten, bis der Vorhang wieder hochgeht. Das ist eine hervorragende Analogie. Die Stelle im Zuschauerraum ist absolut notwendig, damit der Umbau auf der Bühne stattfinden kann. Das wirft natürlich eine wichtige Frage auf, besonders wenn wir uns nun der dritten Form widmen, dem Schweigen der Korrektur. Da muss man aufpassen, oder? Ganz genau. Hier müssen wir extrem präzise formulieren, denn die Quelle betont eindringlich, dass dies auf gar keinen Fall als Strafe missverstanden werden darf. Das ist eine ganz klassische menschliche Projektion. Wir kennen das ja aus Beziehungen. Wenn jemand sauer auf uns ist, straf der uns mit Schweigen, dem sogenannten Silent Treatment. Und wir übertragen dieses musterpsychologisch sofort auf Gott oder das Universum. Und denken, ich war böse, jetzt redet er nicht mehr mit mir. Exakt. Die Texte machen aber klar. Es geht hierbei nicht um Liebesentzug. Es geht darum, dass der Mensch sanft, aber bestimmt in eine neue Richtung gelenkt werden soll. Eine Richtung, für die der Verstand und das Herzt des betroffenen vorher vielleicht schlichtweg noch nicht offen genug waren. Gott schweigt, zu dem Weg, den du dir in den Kopf gesetzt hast, weil er nicht der richtige für dich ist. Du, der du uns gerade zuhörst, kannst diese Konzepte direkt als Reflexionsfläche nutzen. Wenn du momentan stille in einem Lebensbereich erfährst, frag dich mal ganz ehrlich. Erlebst du gerade das Schweigen der Prüfung? Wirst du auf etwas Neues vorbereitet? Oder ist es vielleicht eine sanfte Korrektur deines bisherigen Kurses? Das ist definitiv eine Frage, die man sich mal groß an dem Badezimmer spiegel pinselte. Aber was ich an unser Material heute so feiere, ist, dass es uns nicht einfach nur mit diesen philosophischen Fragen zurücklässt. Wir kommen jetzt nämlich zum Praxisteil. Sehr wichtig, ja. Denn wenn mein Gehirn auf Hochtuern läuft und alles in mir nach einer schnellen Lösung schreit, wie lerne ich dann dieses Tiefe vertrauen? Die Autoren des Manus-Grips liefern hier ganz handfeste Übungen. Der allererste Schritt, der dort beschrieben wird, ist das Loslassen von Widerständen. Es gibt da eine fast schon körperliche Anleitung. Man soll buchstäblich die Hand auf das eigene Herz legen und ganz bewusst diesen extremen Krampfhaften Anspruch loslassen, inneren Frieden oder Gottes Nähe fühlen zu müssen. Einfach mal aussatmen und diese Erwartungshaltung fallen lassen. Unterschätze nicht die psychologische Wirksamkeit dieser körperlichen Komponente. Indem du den Anspruch auf ein bestimmtes Gefühl aktiv loslässt, löste den inneren mentalen Krampf. Weil der Druck wegfällt. Genau. Wenn wir Krampfhaft versuchen, etwas zu fühlen, sei es Liebe, Frieden oder spirituelle Verbundenheit blockieren wir genau dieses Empfinden durch unseren eigenen Druck. Der Text bemerkt hier zu extrem treffen, dass durch dieses bewusste Loslassen das Schweigen ganz plötzlich seine bedrohliche Erdrückende Härte verliert. Es wandelt sich. Ja, es ist nicht mehr diese gigantische Betonmauer gegen die du immer wieder anrenzt, sondern es verwandelt sich in einen weiten, offenen Raum. Und in der Logik unserer Quellen ist dieser Raum eben niemals leer. Er ist bereits vollständig mit der Präsenz des göttlichen gefüllt. Das heißt, wir haben es nur nicht gemerkt. Richtig. Es war nur unsere eigene, durch Widerstand blockierte Wahrnehmung, die uns glauben ließ, wir seien allein. Um diesen Raum dann aktiv zu nutzen, schlagen die Unterlagen die Gebetspause vor. Hier taucht wieder Einsatz von Derek Prince auf, den man sich eigentlich direkt tätowieren lassen könnte. Er sagt, Glaube ist Vertrauen in Gottescharakter nicht in meine Wahrnehmung. Das fast doch das ganze Dilemma unseres modernen Lebens zusammen, oder? Absolut. Die Übung, die hier zuvor geschlagen wird, ist simpel, aber ich werde sie ist unglaublich schwer durchzuhalten. 30 Sekunden völlige Stille. 30 Sekunden klinge nach nichts, aber versuch mal, dich heute Nachmittag ohne Smartphone einfach nur hinzusetzen und die Klappe zu halten. Das fällt vielen extrem schwer. Und wenn dann die rasenden Gedanken hochkommen, soll man diesen einen Satz sprechen. Dein Wille geschehe auch in deinem Schweigen. Analytisch betrachtet trifft dieserseits von Prince den absoluten Kern der gesamten thematik, er dekonstruiert unsere komplette moderne Selbstbezogenheit. Wir machen heute unsere eigene subjektive Wahrnehmung zum ultima tiefen Maßstab aller Dinge. Wenn ich es nicht fühle, ist es nicht wahr. Prince entgegnet dem, deine Wahrnehmung ist extrem fehlbar. Sie ist abhängig von deiner Tagesform, von Stresshormonen, davon ob du gut geschlafen hast oder nicht. Mach nicht deine flüchtigen Gefühle zum Fundament, sondern konzentriere dich auf den beständigen Charakter dessen, dem du vertraust. Die Übung mit den 30 Sekunden ist deshalb so hochspannend, weil sie einen radikalen Rahmenwechsel vornimmt. Sie nimmt das Schweigen, dass du bisher passiv erlitten hast und verwandelt ist, in eine aktive bewusste Beziehungsgestaltung. Wenn du sagst, auch in deinem Schweigen, dann akzeptierst du diese stille ganz offiziell als legitimen Teil eurer Kommunikation. Man hört auf, dagegen anzukämpfen? Exakt. Das ist mächtig. Und dann kommt direkt im Anschluss meine absolute Lieblingsübung für den ganz normalen Alltag aus diesem Text. Sie nennen es "Der Schritt ohne Gefühl". Die Anweisung lautet folgender Maßen. Du sollst dir für heute eine kleine Sache vornehmen, die du schon ewig vor dir herschiebst. Das kann sein, dass du endlich die Papiere auf dem Schreibtisch sortierst, eine unbezahlte Rechnung überweist, jemanden anrufst, dem du vergeben musst oder einfach ein bestimmtes Gebet sprichst. Aber und das ist der absolute Klu an der Sache, du tust es ganz bewusst nicht, weil du heute zufällig super motiviert bist oder weil du es in dir fühlst. Du endkoppels die Aktion komplett von deinem Dupamin-System. Du tust es einfach nur aus einem einzigen Grund, weil es richtig ist. Und genau da schließt sich der Kreis zu allem, was wir im Verlauf unserer Analyse besprochen haben. In exakt diesem Moment, indem du eine richtige Handlung vollziehst, völlig ohne dass eine emotionale Bestätigung, ein inneres Hochgefühl oder ein Lob von außen dich dazu antreibt, genau dann wächst das wahre Vertrauen. Das ist der Moment. Du handelst aus einer tiefen inneren Überzeugung heraus, die meilenweit unterhalb der Oberfläche deiner flüchtigen Emotionen liegt. Genau hier, in dieser bewussten Abwesenheit der emotionalen Bestätigung, wächst der Glaube laut der Quelle am tiefsten. Wahnsinn. Es ist das aktive Leben dieser dunklen Nacht der Seele, von der Johannes vom Kreuz gesprochen hat. Nur eben wunderbar heruntergebrochen auf das Geschirr spülen oder den unangenehmen Telefonernruf im Alltag. Also was bedeutet das alles für dich, der du uns jetzt diese ganze Zeit zugehört hast? Wenn wir all diese mystischen Texte, die psychologischen Konzepte und die Bibelstellen destilieren, bleibt eine unerschütterliche Kernbotschaft übrig. Das Schweigen, die Stille, die Dunkelheit, die du vielleicht gerade in deinem Leben erlebst, ist keine Abwesenheit von Sinn. Es ist eine Einladung, es ist die dringende Einladung, das Fundament deines Vertrauens einem Stresstest zu unterziehen und es massiv zu stärken. Genau. Wie Thomas von Kempten ist ausdrückte. Manchmal wird uns der spürbare Trost ganz bewusst entzogen, nicht um uns zu quälen, sondern um unseren Glaube zu reinigen und uns wirklich wiederstandsfähig für das zu machen, was noch kommt. Und um diese profunde Erkenntnis abzurunden, möchte ich dir den abschließenden Satz mitgeben, den dieser Text am Ende formuliert, erstrahlt eine unglaubliche tiefer wutzelte Ruhe aus. Er lautet schlicht, wenn Gott schweigt, dann lauscht er deinem Vertrauen. Er lauscht deinem Vertrauen. Lasst das wirklich mal sacken. Bevor wir vor heute Schluss machen, möchte ich dir aber noch einen finalen, etwas provokanten Gedanken mit auf den Weg geben, über den du im Laufe deines restlichen Tages mal nachgrübeln kannst. Da bin ich gespannt. Wir haben heute intensiv darüber gesprochen und das Bild genutzt, dass im Verborgenen hinter dem Vorhang gebaut wird, wenn scheinbar nichts passiert. Wir haben gehört, dass wahre Heilung und echtes Wachstum in genau dieser ungemütlichen Stille und in diesem langsamen göttlichen Takt geschehen. Aber überleg dir das mal ernsthaft. Wenn dieses vermeintlich schmerzhafte Schweigen, eigentlich die dringendötige Baustelle für unsere innere Reifen ist, sabotieren wir diesen unsichtbaren Aufbauprozess, dann nicht vielleicht pausenlos selbst. Ein sehr gute Punkt. In dem wir nämlich jede einzelne Sekunde der Stille in unserem eigenen Leben geradezu zwanghaft mit Podcasts, mit Social Media, mit Lerm, Hast und der ständigen panischen Suche nach schnellen Antworten übertönen. Lassen wir diese metaphorische Baustelle überhaupt jemals Baustelle sein. Das ist wirklich etwas zum Nachdenken. Wir sind damit am Ende unserer heutigen tiefen Analyse angekommen. Wenn dich dieses Thema gepackt hat, dann freut ich schon auf das nächste Mal. Basierend auf dem Ausblick unserer heutigen Unterlagen werden wir uns dann nämlich der logischen Fortsetzung widmen. Der tiefen Erkenntnis, das am Ende wirklich alles seinen Sinn in einem viel, viel größeren Plan hat. Danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast, mit uns gemeinsam in die Tiefe zu gehen. Bis zum nächsten Mal. Das war eine weitere Episode von Radio Heilstrom. Vielleicht nimmst du heute einen Gedanken mit. Vielleicht nur ein Gefühl von Mehr Klarheit. Vielleicht einfach einen Moment der Ruhe? Lasst das Gehörte in dir nachklingen. Ohne Druck. Ohne Eile. Wenn dir diese Folge gut getan hat, abonnier den Podcast. Und teile ihn mit Menschen, denen Heilung und innere Ordnung wichtig sind und vergiss nicht. Denn Heilung beginnt innen und wirkt nach außen.

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